Bahamas

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Bahamas schützen die Umwelt

Obwohl fälschlicherweise oft angenommen, bestehen die Bahamas nicht nur aus internationalen Großhotels, glitzernden Spielcasinos und zahlreichen Shopping-Zentren, sondern sie haben auch ein völlig anderes Gesicht: Mit über 700 Inseln und 2.000 Cays, die auf einer Wasserfläche von über 260.000 Quadratkilometern im Atlantischen Ozean verteilt sind (größer als die Landmasse von Großbritannien), bietet der Inselstaat zahlreichen Pflanzen- und Tierarten unter und über Wasser eine geschützte Heimat.

Bahamas-exuma
Luftaufnahme des Exuma Cays Land & Sea Park. Foto: Bahamas Tourist Office

Die Bahamas haben sich schon vor langer Zeit als erster Staat in der karibischen Region den Schutz der Natur auf die Fahne geschrieben und bereits 1959 den Bahamas National Trust (BNI) durch ein Parlamentsgesetz ins Leben gerufen. Diese Non-Profit-Organisation wurde zum Zwecke des Erhalts von Plätzen von historischem Interesse und landschaftlicher Schönheit gegründet. Die Organisation verwaltet mittlerweile circa 260.000 Hektar Land- und Wasserfläche in 22 Nationalparks und Naturschutzgebieten.

Sofort nach der Gründung wurde der Exuma Cays Land & Sea Park, ein 45.000 Hektar großes Gebiet (circa 60 Kilometer südlich von Nassau), weltweit als Erstes und Einziges seiner Art zum Schutzgebiet erklärt. Besonders bemerkenswert ist ebenfalls der ungefähr 16 Hektar große Lucayan National Park auf Grand Bahama, in dem sich das längste vermessene unterirdische Süßwasserhöhlensystem der Welt befindet. Der BNT, der auch regelmäßige Schulungsprogramme für Kinder und Erwachsene durchführt, hat während seines mittlerweile über 40-jährigen Bestehens internationale Anerkennung gefunden. Einer der bedeutendsten Erfolge ist die Rettung des ehemals vom Aussterben bedrohten westindischen Flamingos, von dem heute über 60.000 Tiere auf der Insel Great Inagua leben.

Ähnlich wichtige Programme dienten z.B. der Verhinderung des Aussterbens der Grünen Schildkröte und des Bahamas-Papageis, der heutzutage wieder mit circa 3.000 Exemplaren auf Inagua und Abaco vertreten ist.

Auf den Bahamas wird Ökotourismus definiert als umweltverträglicher Tourismus, der das natürliche, historische und kulturelle Erbe erhält und das Bewusstsein darüber sowie das Fortbestehen und die begleitende Entwicklung fördert. So muss zum Beispiel für alle neuen Hotelbauten und andere größere Projekte vor dem Baubeginn ein Bericht über die Auswirkungen auf die Umwelt präsentiert und von der Regierung genehmigt werden. Dies gilt in hohem Maße für die Out Islands, wo man besonders bestrebt ist, die noch recht intakte Natur zu erhalten.

Bahamas-Lucayan
Wanderung durch den Lucayan National Park auf Grand Bahama. Foto: Bahamas Tourist Office

Da die Bahamas über fünf Prozent des gesamten Korallenvorkommens in der Welt verfügen und die Korallen wie die tropischen Regenwälder das an der Erwärmung der Erde beteiligte Kohlendioxyd absorbieren, existieren bereits konkrete Pläne, große Teile des drittgrößten Riffs der Welt vor der Insel Andros unter Naturschutz zu stellen.

Der Umweltschutzgedanke spiegelt sich auch vermehrt im touristischen Angebot wider. Auf Grand Bahama können Besucher zum Beispiel auf einer Kajaktour durch die faszinierende Welt der Mangrovensümpfe viel über das ökologische System des Archipels erfahren; auf der Insel Abaco, wird kleinen Gruppen die Möglichkeit geboten, Vögel, Delfine, Wale und andere Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

Auf Stocking Island, einer vor Great Exuma gelegenen Insel, arbeitet die kleine, aber feine Hotelanlage Higgins Landing ausschließlich nach ökologischen Gesichtspunkten, wobei der Strom durch Solarenergie gewonnen wird. Auf der Insel Andros gilt das Taucherhotel Small Hope Bay Lodge als Vorreiter für umweltverträgliches Hotelmanagement.

Quelle: Bahamas Tourist Office / pairola-media
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